15.5 Farben und die Paint-Schnittstelle, Linientypen 

Die diversen drawXXX()- und fillXXX()-Methoden von Graphics2D berücksichtigen beim Zeichnen Farb- und Texturangaben, die Objekte vom Typ Paint angeben. Paint ist eine Schnittstelle, die unter anderem folgende Klassen aus dem java.awt-Paket implementieren:
- GradientPaintLinearGradientPaint, MultipleGradientPaintRadial GradientPaint. Füllt Formen (Shape-Objekte) mit Farbverläufen.
Zur Zuweisung eines Paint-Objekt auf dem aktuellen Graphics2D-Kontext dient die Methode setPaint(). Insbesondere für Farben findet sich auch die Methode setColor(). Der Grund für diesen Unterschied ist, dass Paint erst später in Java 2 einzog.
Die Schnittstelle Paint selbst erweitert die Schnittstelle Transparency und gibt auf diese Weise an, dass alles, was gezeichnet werden kann, über Transparenz-Informationen verfügt. Die einzige Methode ist getTransparency(), und sie liefert Werte der Konstanten BITMASK, OPAQUE und TRANSLUCENT.
15.5.1 Zufällige Farbblöcke zeichnen 

Um die Möglichkeiten der Farbgestaltung einmal zu beobachten, betrachten wir die Ausgabe eines Programms, das Rechtecke mit wahllosen Farben anzeigt.
Listing 15.11 com/javatutor/insel/ui/graphics/ColorBox.java
package com.javatutor.insel.ui.graphics; import java.awt.*; import java.util.Random; import javax.swing.*; public class ColorBox extends JPanel { private static final long serialVersionUID = -2294685016438617741L; private static final Random r = new Random(); @Override protected void paintComponent( Graphics g ) { super.paintComponent( g ); for ( int y = 12; y < getHeight() - 25; y += 30 ) for ( int x = 12; x < getWidth() - 25; x += 30 ) { g.setColor( new Color( r.nextInt(256), r.nextInt(256), r.nextInt(256) ) ); g.fillRect( x, y, 25, 25 ); g.setColor( Color.BLACK ); g.drawRect( x - 1, y - 1, 25, 25 ); } } public static void main( String[] args ) { JFrame f = new JFrame( "Neoplastizismus" ); f.setDefaultCloseOperation( JFrame.EXIT_ON_CLOSE ); f.setSize( 300, 300 ); f.add( new ColorBox() ); f.setVisible( true ); } }
Abbildung 15.4 Programmierter Neoplastizismus
Das Fenster der Applikation hat eine gewisse Größe, die wir mit size() in der Höhe und Breite abfragen. Anschließend erzeugen wir Blöcke, die mit einer zufälligen Farbe gefüllt sind. fillRect() übernimmt diese Aufgabe. Da die gefüllten Rechtecke immer in der Vordergrundfarbe gezeichnet werden, setzen wir den Zeichenstift durch die Funktion setColor(), die natürlich eine Objektmethode von Graphics ist. Entsprechend gibt es eine korrespondierende Funktion getColor(), die die aktuelle Vordergrundfarbe als Color-Objekt zurückgibt. (Diese Funktion darf nicht mit den Funktionen getColor(String) beziehungsweise getColor-(String, Color) aus der Color-Klasse verwechselt werden.)
abstract class java.awt.Graphics |
- abstract void setColor( Color c ) Setzt die aktuelle Farbe, die dann von den Zeichenfunktionen umgesetzt wird.
15.5.2 Farben mit der Klasse Color 

Der Einsatz von Farben und Transparenzen ist in Java-Programmen dank der Klasse Color einfach. Die Klasse stellt einige Konstanten für Standard-Farben und Konstruktoren sowie Anfragefunktionen bereit. Weiterhin gibt es Funktionen, die abgewandelte Color-Objekte liefern – das ist nötig, da Color-Objekte wie String immutable sind.
class java.awt.Color implements Paint, Serializable |
- Color( float r, float g, float b ) Erzeugt ein Color-Objekt mit den Grundfarben Rot, Grün und Blau. Die Werte müssen im Bereich 0.0 bis 1.0 liegen, sonst folgt eine IllegalArgumentException.
- Color( int r, int g, int b ) Erzeugt ein Color-Objekt mit den Grundfarben Rot, Grün und Blau. Die Werte müssen im Bereich 0 bis 255 liegen, sonst folgt eine IllegalArgumentException.
- Color( int rgb ) Erzeugt ein Color-Objekt aus dem rgb-Wert, der die Farben Rot, Grün und Blau kodiert. Der Rotanteil befindet sich unter den Bits 16 bis 23, der Grünanteil in 8 bis 15 und der Blauanteil in 0 bis 7. Da ein Integer immer 32 Bit breit ist, ist jede Farbe durch ein Byte (8 Bit) repräsentiert. Die Farbinformationen werden nur aus den 24 Bit genommen. Sonstige Werte werden einfach nicht betrachtet und mit einem Alpha-Wert gleich 255 überschrieben.
- Color( float r, float g, float b, float a ) Erzeugt ein Color-Objekt mit Alpha-Wert für Transparenz.
- static Color decode( String nm ) throws NumberFormatException Liefert die Farbe von nm. Die Zeichenkette ist hexadezimal als 24-Bit-Integer kodiert, etwa #00AAFF. Eine Alternative ist new Color( Integer.parseInt(colorHexString, 16) );
Farbanteile zurückgeben
Mitunter müssen wir den umgekehrten Weg gehen und von einem gegebenen Color-Objekt wieder die Rot-, Grün- oder Blau-Anteile extrahieren. Dies ist einfach, und die Funktionsbibliothek bietet Entsprechendes an:
class java.awt.Color implements Paint, Serializable |
- int getRed(), int getGreen(), int getBlue() Liefert Rot-, Grün- und Blau-Anteile des Farbobjekts im Bereich von 0 bis 255.
- int getRGB() Gibt die RGB-Farbe zurück. Die Bits 24 – 31 repräsentieren den Alpha-Wert, 16 – 23 stehen für Rot, 8 – 15 für Grün und 0 – 7 für Blau.
Vordefinierte Farben
Wenn wir Farben benutzen wollen, sind schon viele Werte vordefiniert, wie Color.WHITE. In der Klasse jawa.awt.Color sind dazu viele Zeilen der Form
platziert. Die folgende Tabelle zeigt die deklarierten Konstanten inklusive Wertebelegung für die Farbtupel:
Alle Farbnamen gibt es auch kleingeschrieben. Zwar stammt von Sun die Namenskonvention, dass Konstanten großgeschrieben werden, aber bei den Farbnamen wurde das erst in Java 1.4 nachgeholt – sieben Jahre später.
Einen helleren oder dunkleren Farbton wählen
Zwei besondere Funktionen sind brighter() und darker(). Sie liefern ein Farbobjekt zurück, das jeweils eine Farbnuance heller beziehungsweise dunkler ist. Die Graphics-Funktion draw3DRect() nutzt zum Beispiel diese beiden Funktionen, um die Ränder in hellerem und dunklerem Farbton zu zeichnen. Wie viele andere Funktionen aus der Color-Klasse sind auch die Routinen nicht nativ implementiert:
public Color brighter() { return new Color(Math.min((int)(getRed() *(1/FACTOR)), 255), Math.min((int)(getGreen()*(1/FACTOR)), 255), Math.min((int)(getBlue() *(1/FACTOR)), 255)); } public Color darker() { return new Color(Math.max((int)(getRed() *FACTOR), 0), Math.max((int)(getGreen()*FACTOR), 0), Math.max((int)(getBlue() *FACTOR), 0)); }
FACTOR ist eine finale Konstante, die durch 0,7 vordefiniert ist. Sie lässt sich also nicht ändern.
class java.awt.Color implements Paint, Serializable |
- Color brighter() Gibt einen helleren Farbton zurück.
Farbveränderung mit Nullanteilen
Bei den Farbwerten müssen wir nun die Zusammensetzung aus Rot, Grün und Blau bedenken. Ein voller Wert ist mit 255 belegt. Die Berechnung kann diesen Wert noch modifizieren. Doch ist ein Eintrag mit 0 belegt, so erkennen wir aus der Berechnung, dass der Wert bei null bleiben wird. Daher sollten wir bedenken, was bei reinen Farben (wie etwa Rot) durch ein brighter() passiert. Ein reiner Rotton kann sich zwar in der Helligkeit ändern, aber ein Color.RED.brighter() liefert immer noch Color.RED.
System.out.println( Color.RED.brighter() ); // java.awt.Color[r=255,g=0,b=0] System.out.println( Color.RED.darker() ); // java.awt.Color[r=178,g=0,b=0]
Es ist also nicht so, dass bei brighter() die Farben näher an Weiß herankommen und bei darker() näher an Schwarz.
Um also echte Helligkeitsveränderungen zu bekommen, müssen wir die Farben vorher umrechnen. Hierzu bieten sich andere Farbräume an, wie beispielsweise der HSB-Raum, in dem wir Komponenten für die Helligkeit haben. RGBtoHSB() gibt ein Feld mit den Werten für Hue, Saturation und Brightness für ein Tripel von Rot-, Grün- und Blau-Werten zurück. Nach einer Veränderung der Helligkeit können wir diesen Farbraum wieder mit HSBtoRGB() zurückkonvertieren.
Farbmodelle HSB und RGB
Zwei Farbmodelle sind in der Computergrafik geläufig. Das RGB-Modell, bei dem die Farben durch einen Rot-, Grün- und Blau-Anteil definiert werden, oder das HSB-Modell, das die Farben durch Grundton (Hue), Farbsättigung (Saturation) und Helligkeit (Brightness) definiert. Die Farbmodelle können die gleichen Farben beschreiben und ineinander umgerechnet werden.
class java.awt.Color implements Paint, Serializable |
- static int HSBtoRGB( float hue, float saturation, float brightness ) Aus einem HSB-kodierten Farbwert wird ein RBG-Farbwert.
- static float[] RGBtoHSB( int r, int g, int b, float[] hsbvals ) Verlangt ein Array hsbvals zur Aufnahme von HSB, in dem die Werte gespeichert werden sollen. Das Array kann null sein und wird somit angelegt. Das Feld wird zurückgegeben.
- static Color getHSBColor( float h, float s, float b ) Erzeugt Color-Objekt mit Werten aus dem HSB-Modell.
Die Implementierung von getHSBColor() ist ein Witz:
15.5.3 Die Farben des Systems über SystemColor 

Bei eigenen Java-Programmen ist es wichtig, dass diese sich so perfekt wie möglich in die Reihe der anderen Host-Programme einreihen, ohne großartig aufzufallen. Dafür muss ein Fenster die globalen Einstellungen wie den Zeichensatz und die Farben kennen. Für die Systemfarben gibt es die Klasse SystemColor, die alle Farben einer grafischen Oberfläche auf symbolische Konstanten abbildet. Besonders praktisch ist dies bei Änderungen von Farben während der Laufzeit. Über diese Klasse können immer die aktuellen Werte eingeholt werden, denn ändert sich beispielsweise die Hintergrundfarbe der Laufleisten, ändert sich damit auch der RGB-Wert. Die Systemfarben sind Konstanten von SystemColor und werden mit der Funktion getRGB() in eine Ganzzahl umgewandelt.
Die Klasse deklariert die folgenden statischen finalen Variablen: [Mal wieder verstößt Sun gegen die eigenen Namenskonventionen. Die finalen Variablen – Konstanten – sollten großgeschrieben werden. Das geht für die SystemColor-Objekte aber nicht, da es alle Bezeichnernamen schon in groß gibt, und zwar für Variablen vom Typ Byte, die Verweise in eine interne Tabelle darstellen. ]
class java.awt.SystemColor implements Serializable |
Um die Systemfarbe in eine brauchbare Variable zu konvertieren, gibt es die getRGB()-Funktion. So erzeugt new Color((SystemColor.window).getRGB()) ein Color-Objekt in der Farbe des Fensters.
final class java.awt.SystemColor implements Serializable |
Um zu sehen, welche Farben auf dem laufenden System aktiv sind, formulieren wir ein Programm, das eine kleine Textzeile in der jeweiligen Farbe angibt. Da wir auf die internen Daten nicht zugreifen können, müssen wir ein Farbfeld mit SystemColor-Objekten aufbauen.
Abbildung 15.5 Die Systemfarben unter einer Windows-Konfiguration
Listing 15.12 com/javatutor/insel/ui/graphics/SystemColors.java
package com.javatutor.insel.ui.graphics; import java.awt.*; import javax.swing.*; class SystemColors extends JPanel { private String[] systemColorString = { "desktop", "activeCaption", "activeCaptionText", "activeCaptionBorder", "inactiveCaption", "inactiveCaptionText", "inactiveCaptionBorder", "window", "windowText", "menu", "menuText", "text", "textText", "textHighlight", "textHighlightText","textInactiveText", "control", "controlText", "controlHighlight", "controlLtHighlight", "controlShadow", "controlDkShadow", "scrollbar", "info", "infoText" }; private SystemColor[] systemColor = { SystemColor.desktop, SystemColor.activeCaption, SystemColor.activeCaptionText, SystemColor.activeCaptionBorder, SystemColor.inactiveCaption, SystemColor.inactiveCaptionText, SystemColor.inactiveCaptionBorder, SystemColor.window, SystemColor.windowText, SystemColor.menu, SystemColor.menuText, SystemColor.text, SystemColor.textText, SystemColor.textHighlight, SystemColor.textHighlightText, SystemColor.textInactiveText, SystemColor.control, SystemColor.controlText, SystemColor.controlHighlight, SystemColor.controlLtHighlight, SystemColor.controlShadow, SystemColor.controlDkShadow, SystemColor.scrollbar, SystemColor.info, SystemColor.infoText }; @Override protected void paintComponent( Graphics g ) { super.paintComponent( g ); g.setFont( new Font( "Dialog", Font.BOLD, 12 ) ); for ( int i = 0; i < systemColorString.length; i++ ) { g.setColor( new Color( systemColor[i].getRGB() ) ); g.drawString( systemColorString[i], 20, 60 + (i*13) ); } } public static void main( String[] args ) { JFrame f = new JFrame(); f.setDefaultCloseOperation( JFrame.EXIT_ON_CLOSE ); f.setSize ( 170, 400 ); f.add( new SystemColors() ); f.setVisible( true ); } }
15.5.4 Composite und Xor 

Ein Composite ist eine Zusammenfügung der zu zeichnenden Elemente und des Hintergrunds. Auf dem Graphics2D-Objekt setzt setComposite(Composite) den Modus, wobei bisher AlphaComposite die einzige direkte Implementierung der Schnittstelle Composite ist. Ein AlphaComposite-Objekt bestimmt, wie die Überblendung aussehen soll.
Beispiel Zeichne ein Bild image mit dem Alpha-Wert alpha:
Graphics2D g2 = (Graphics2D) g; g2.setComposite( AlphaComposite.getInstance(AlphaComposite.SRC_OVER, alpha) ); g2.drawImage( image, 0, 0, this ); |
Die zweite Einstellung, wie Farben auf das Ziel wirken, bestimmt der Xor-Modus, der ein spezieller Composite ist: die Berechnung gibt die API-Dokumentation von Sun an.
abstract class java.awt.Graphics |
- abstract void setComposite( Composite comp ) Setzt das Composite-Objekt, das die Verschmelzung der folgenden Zeichenoperationen mit dem Hintergrund definiert.
- abstract void setXORMode( Color c ) Setzt die Pixel-Operation auf Xor. Abwechselnde Punkte werden in der aktuellen Farbe und der mit dieser Funktion gesetzten Xor-Farbe gesetzt.
15.5.5 Dicke und Art der Linien von Formen bestimmen 

Vor dem Zeichnen sammelt das Grafiksystem die Objekte in einem Kontext. Er bestimmt für die Form den Zeichenbereich (engl. clipping), die Transformationen, die Komposition von Objekten und die Farben und Muster. Die Dicke (engl. width) einer Form, sowie die Stelle, wo ein Liniensegment beginnt und endet (engl. end caps), die Art, wie die Linien verbunden werden (engl. line joins), und ein Linien-Pattern (engl. dash attributes) bestimmt ein Objekt vom Typ Stroke, das setStroke() setzt. BasicStroke implementiert die Schnittstelle Stroke.
Beispiel Zeichne die folgenden Formen mit einer Dicke von zehn Pixel:
Stroke stroke = new BasicStroke( 10 ); g2.setStroke( stroke ); |
Linienenden (end caps)
Besonders bei breiten Linien ist es interessant, wie eine allein stehende Linie endet. Sie kann einfach aufhören oder auch abgerundet sein. Die Konstanten CAP_BUTT, CAP_ROUND und CAP_SQUARE bestimmen diesen Linienende-Typ.
Linienverbindungen (line joins)
Wenn Linien nicht alleine stehen, sondern etwa wie in einem Rechteck verbunden sind, stellt sich eine ähnliche Frage, wie diese Verbindungspunkte gezeichnet werden. Das bestimmen ebenfalls drei Konstanten:
Von BasicStroke gibt es nur einen Konstruktor, der Linienenden und Linienverbindungen gleichzeitig bestimmt haben möchte.
| Beispiel Unterschiedliche Linienenden.
Listing 15.13 com/javatutor/insel/ui/g2d/EndCapsDemo.java, paintComponent() @Override protected void paintComponent( Graphics g ) { Graphics2D g2 = (Graphics2D) g; g2.setRenderingHint( RenderingHints.KEY_ANTIALIASING, RenderingHints.VALUE_ANTIALIAS_ON); g2.setStroke( new BasicStroke( 20, BasicStroke.CAP_BUTT, BasicStroke.JOIN_MITER ) ); g2.drawLine( 30, 50, 200, 50 ); g2.setStroke( new BasicStroke( 20, BasicStroke.CAP_SQUARE, BasicStroke.JOIN_MITER ) ); g2.drawLine( 30, 150, 200, 150 ); g2.setStroke( new BasicStroke( 20, BasicStroke.CAP_ROUND, BasicStroke.JOIN_MITER ) ); g2.drawLine( 30, 100, 200, 100 ); } |
Falls der Typ der Linienverbindungen nicht JOIN_MITER ist, bestimmt die Variable miterlimit, wie weit die Linien nach außen gezogen sind.
Abbildung 15.6 Unterschiedliche Linienenden
Listing 15.14 com/javatutor/insel/ui/g2d/MiterlimitDemo.java, paintComponent()
@Override protected void paintComponent( Graphics g ) { Graphics2D g2 = (Graphics2D) g; g2.setRenderingHint( RenderingHints.KEY_ANTIALIASING, RenderingHints.VALUE_ANTIALIAS_ON); BasicStroke stroke = new BasicStroke( 15, BasicStroke.CAP_BUTT, BasicStroke.JOIN_MITER, 1 ); // Miterlimit = 15 g2.setStroke( stroke ); g2.draw( new Rectangle2D.Float( 50, 50, 50, 50 ) ); stroke = new BasicStroke( 15, BasicStroke.CAP_BUTT, BasicStroke.JOIN_MITER, 10 ); // Miterlimit = 15 g2.setStroke( stroke ); g2.draw( new Rectangle2D.Float( 150, 50, 50, 50 ) ); }
Abbildung 15.7 Unterschiedliche Miterlimits
Füllmuster (dash)
Auch die Muster, mit denen die Linien oder Kurven gezeichnet werden, lassen sich ändern. Dazu erzeugen wir vorher ein Feld und übergeben dies einem Konstruktor. Damit auch die Muster abgerundet werden, muss CAP_ROUND gesetzt sein. Die folgenden Zeilen erzeugen ein Rechteck mit einem einfachen Linienmuster. Es sollen zehn Punkte gesetzt und zwei Punkte frei sein.
Listing 15.15 com/javatutor/insel/ui/g2d/DashDemo.java, Ausschnitt
float[] dash = { 10, 2 }; BasicStroke stroke = new BasicStroke( 2, BasicStroke.CAP_BUTT, BasicStroke.JOIN_MITER, 1, dash, 0 ); g2.setStroke( stroke ); g2.draw( new Rectangle2D.Float( 50, 50, 50, 50 ) );
Als letztes Argument am Konstruktor von BasicStroke hängt noch eine Verschiebung. Dieser Parameter bestimmt, wie viele Pixel im Muster übersprungen werden sollen. Geben wir dort für unser Beispiel etwa 10 an, so beginnt die Linie gleich mit zwei nicht gesetzten Pixeln. Eine 12 ergibt eine Verschiebung wieder an den Anfang. Bei nur einer Zahl im Feld ist der Abstand der Linien und die Breite einer Linie genauso lang, wie diese Zahl angibt. Bei gepunkteten Linien ist das Feld also 1. Hier eignet sich ein anonymes Feld ganz gut, wie die nächsten Zeilen zeigen:
stroke = new BasicStroke( 1, BasicStroke.CAP_BUTT, BasicStroke.JOIN_BEVEL, 1, new float[]{ 1 }, 0 );
Bei feinen Linien sollten wir das Weichzeichnen besser ausschalten.









